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Ein Klettertrio stürzt Australier am Rennsteig vom Thron |
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Freitag, den 17. Juni 2011 um 19:54 Uhr |
Was auf der Königsetappe noch misslungen war, hat beim erneuten Anstieg in Rennsteighöhen geklappt. Zwei Holländer und ein Thüringer haben den vier Tage lang führenden Australier Jay McCarthy auf der 5. Etappe der 36. Internationalen Thüringen Rundfahrt auf Rang vier des Klassements verdrängt.
Sieger des Tages war der Niederländer Wilco Keldermann, der am späten Freitagnachmittag mit seinem eindrucksvollen Sieg beim Bergzeitfahren in Neuhaus am Rennweg die Führung in der Gesamtwertung übernommen hat. Der 20 Jahre alte Rabobank-Kapitän erzielte auf dem 11,7 km langen Anstieg von Katzhütte nach Neuhaus am Rennweg mit 20:34 Minuten die mit Abstand schnellste Zeit der 110 gestarteten Fahrer und war damit 1:13 Minuten schneller als McCarthy, der am Ende Zwölfter wurde.
Seine starken Leistungen der Vortage unterstrich Jakob Steigmiller auch bei der Prüfung der Wahrheit am Berg. Mit der zweitbesten Zeit von 20:54 Minuten schob sich der 21-jährige Kapitän vom Thüringer Energie Team auch auf den zweiten Gesamtrang vor den Tagesdritten Tom Dumoulin (Niederlande/Rabobank). Da auch Jasha Sütterlin als 22. eine bemerkenswerte Leistung zeigte, war Teamchef Jörg Werner vom Gipfelsturm seiner Schützlinge sehr angetan: "Jetzt sind wir vorn dran und können uns auf der schweren Etappe in Kahla voll auf die Niederländer konzentrieren". Dass es auf der mit 193 km längsten Etappe allerdings besonders schwer wird, den "Rabobankern" noch das Hinterrad zu zeigen, erklärte Jens Lang. "Die fahren hier mit dem stärksten aller Teams", meinte der Erfurter Trainer, "und müssen nun nicht mehr selbst angreifen." Trotzdem, so meinte Jakob Steigmiller "bis Weida kann noch viel passieren, und wenn sich eine Chance bietet, werden wir sie nutzen."
Lange Zeit hatte der als 16. gestartete australische Viererweltmeister Michael Hepburn mit 21:14 Minuten die absolute Bestzeit gehalten. Doch drei der besten Zehn, die in Zweiminutenabständen als Letzte auf den mit 41 Kurven gespickten Anstieg zum Rennsteig gingen, waren am Ende noch schneller. Seine starken Kletterauftritte der Vortage bestätigte auch der Thüringer Nils Plötner (St. Gangloff), der 56 Sekunden hinter dem Tagessieger einen sehr guten siebten Rang belegte und nun auch Gesamtsiebter ist.
Die 6. und vorletzte Etappe führt am Sonnabend über 193 km rund um Kahla. Die Rundfahrt endet am Sonntag mit der 7. Etappe rund um Weida über 163 km. |